Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
(Text von Feridun Zaimoglu)
Zeltpalast Merzig
Premiere am 24.11.2018
Pressestimmen
(SR)
„Eine Inszenierung, die die Zuschauer herausfordert – Bevor die Zuschauer sich auf den Nachhauseweg machen können, endet die vielschichtige Inszenierung mit einem Schock. Während sich Konstanze und Belmonte, Blonde und Pedrillo über ihre Freiheit freuen, serviert Bassas Diener Osmin wie einst Salome den Kopf von Johannes dem Täufer – oder wie in beklemmender IS-Manier – den Kopf seines Gebieters. Die Ölfässer brennen und rings um die Bühne züngelt ein Flammenband. Also geht es im Merziger Zeltpalast doch um den Kampf der Kulturen? Wird derjenige, der gnädig, versöhnlich, liberal, großzügig ist, am Ende doch den Kürzeren ziehen?“
(Kult(ur))
„Die Inszenierung ist von der durch aus originellen Idee geprägt, die Rolle des Bassa Selim gegenüber der Originalvorlage kräftig auszubauen. In Monologen begleitet der stimmlich und darstellerisch vorzüglich agierende Schauspieler Boris Jacoby als Bassa die Handlung. Der Clou des von Impresario Joachim Arnold und Regisseur Gergen verantworteten dramaturgischen Konzepts ist die von den Schriftstellern Feridun Zaimoglu und Günter Senkel entworfene Gedankenwelt des Bassa, die seine aufklärerische Haltung spiegelt, die Zwang und Gewalt im Verhältnis der von ihm angebeteten Konstanze ablehnt und schließlich auch zur generösen Freilassung der Fremden führt. Die neuartige Inszenierung von Mozarts “Entführung” im Merziger Zeltpalast regt zum Nachdenken und zur Diskussion an.“
(OPUS – Kulturmagazin)